Rassekunde Heilige Birma - Herkunfsland - rassestandard

Herkunftsland: Frankreich
 
Über den Ursprung der Birmakatze gibt es unterschiedliche Berichte. Einer davon erzählt, dass ein Herr Vanderbilt ein Pärchen Birmakatzen von einer Orientreise mitnahm. Nur die - trächtige - Katze überlebte. Es ist unklar wie die Zucht mit diesen Katzen weiterging. Vermutlich durch Kreuzungen mit Persern und Siam-Katzen. Alle Nachforschungen enden in Frankreich mit dem Zwingernamen „de Madalapour“.

Eine zweite Version der Entstehung der Rasse ist die Legende (siehe unten).

Die Birma ist eine Maskenkatze, d.h. Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz (die kälteren Körperzonen) haben eine deutlich dunklere Färbung. Die weiteren typischen Merkmale der Heiligen Birma sind ihre blauen Augen und die schneeweißen Handschuhe an allen vier Pfoten. Das Fell ist halblang, von seidiger Struktur. 

heilige Birma Katzen- Rassekunde

 Heilige Birma das Wesen, weisse Katzen

Heilige Birmas, auch liebevoll "Birmchen" gennant, sind Katzen mittleren Temperaments, weder so ruhig wie Perser, noch so lebhaft wie Siam-Katzen. Sie sind sehr neugierig, anhänglich und menschenbezogen. Oft suchen sich Birmchen ihren Menschen aus, der die Hauptbezugsperson für sie wird. Mit ihrem Menschen möchten sie dann besonders viel (oder überhaupt nur) schmusen und seine Aufmerksamkeit haben. Birmas sind recht verspielt und halten sich meistens in der Nähe ihrer Menschen auf. Sie zeichnen sich auch durch ihr sanftes Wesen und besonders gute Verträglichkeit mit Katzen und anderen Tieren aus, weshalb kaum ein Züchter eine Birma in dauerhafte Einzehaltung abgeben wird. Fast alle Birmas sind Bettkatzen die sich nicht davon abbringen lassen auch noch das Kopfkissen zu konfiszieren!

Einer (regelrecht sozialisierten) Heiligen Birma sollte Fauchen, Kratzen und Beissen dem Menschen gegenüber fremd sein.

Heilige Birma die Legende, Tempelkatze

In einem Kloster, das am Abhange des Lugh-Gebirges erbaut war, lebte der sehr ehrfurchtsvolle Kittah Mun Ha, der Großlama, der Ehrwürdigste von allen, dessen goldfarbener Bart vom Gotte Song Hio geflochten wurde.

Sein ganzes Leben, alle seine Gedanken, alle seine Blicke waren der Anbetung und der Betrachtung der Göttin Tsun Kyankze´ geweiht; Tsun Kyankze´ war die Göttin mit den Saphiraugen, die Göttin der Seelenwanderung. Sie hatte den Kittahs die Macht gegeben, nach dem Tode in einem geweihten Tier noch einmal zu leben.

Mun Ha hatte einen Kater namens Sinh, der ihm als Orakel diente. Sinh war vollkommen weiß mit gelben Augen, nur Ohren, Nase, Schwanz und die Spitze der Pfoten hatten die Farbe des Bodens - das war ein Zeichen des Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den Boden berührt oder berühren kann.

Eines Abends kamen die feindlichen Phoums, die aus Siam stammten, in die Nähe des heiligen Ortes. Genau in diesem Augenblick starb der Großpriester, bei ihm waren sein Kater und die verzweifelten Kittahs.

Da geschah das Wunder der direkten Seelenwanderung; mit einem Sprung war Sinh auf dem Goldthron und stellte sich auf den Kopf seines in sich zusammengesunkenen Herrn. Es war das erste Mal, dass die Augen seines Herrn nicht mehr auf die Göttin gerichtet waren....

Der Kater blieb unbeweglich in Betrachtung der Statue der ewigen Göttin, und plötzlich wurde sein Haar goldgelb, seine Augen tiefblau wie die der Göttin. Während er den Kopf der Südtür zuwandte, wurden seine vier Pfotenspitzen reinweiß bis zu der Stelle die durch die geweihten Gewänder bedeckt war.

Seine Augen gingen befehlend von der Südtür zu den Kittahs; diese verstanden seinen Blick und schlossen rasch die schweren Bronzetore, unter denen bereits die ersten Räuber erschienen...

Der Tempel war vor der Entweihung und der Plünderung gerettet.

Sinh war noch immer auf dem Thron, und am siebenten Tage, ohne eine Bewegung gemacht zu haben, immer die Augen auf die Göttin gerichtet, starb er. Er nahm die Seele von Mun Ha mit sich, um sie der Göttin Tsun Kyankze´ darzubringen; denn Mun Ha brauchte nicht wieder zu leben, er war vollkommen...

Und noch sieben Tage später versammelten sich die Priester vor der Statue der Göttin, um den Nachfolger von Mun Ha zu wählen, und während sie die Göttin anflehten, liefen alle Katzen des Klosters herbei... Alle waren goldgelb geworden und hatten statt der gelben dunkelblaue Augen und sie hatten alle das Zeichen der Reinheit; - die weißen Pfotenspitzen. Lautlos umringten sie den jüngsten Kittah; die in den Katzen verkörperten toten Kittahs hatten auf diese Weise den Nachfolger bestimmt...

Stirbt eine heilige Katze im Kloster Lao-Tsun, so ist es die Seele eines Kittahs, die für immer befreit ist und für immer ihren Platz im Paradies von Song Hio, dem Gotte alles Goldenen, einnimmt.
Aber wehe wenn jemand solch eine Katze tötet, er wird gequält, bis die Seele, die in der Katze war, beruhigt ist und ihm verzeiht...

Heilige Birmas Standard 

Der Körper ist mittelschwer und leicht gestreckt. Die Beine sind kurz und stämmig. Pfoten abgerundet und gut proportioniert. Der Schwanz ist von mittlerer Länge und eleganter Form. Dünn an der Wurzel, voll und buschig am Ende. Er sollte fedrig behaart sein.

Kopf:
Kräftiger Schädel mit vollen runden Wangen, leicht gewölbter Stirn, mittellanger Nase, kein Stop, ausgeprägtes Kinn.

Ohren:
möglichst klein und nicht zu aufrecht stehend, auch nicht zu rund.

Augen:
tiefblau, leicht abgerundet oder leicht oval.

Farben:
Seal point, blue point, chocolate point, lilac point, red point, cream point, seal tortie point, blue tortie point, chocolate tortie point, lilac tortie point, sowie alle vorgenannten Farben in Tabby. Smoke und Silver sind nicht in allen Vereinen anerkannt.

Die Birmakatzen haben an Gesicht, Ohren, Pfoten und Schwanz Pointfarbe. Der Rest ist sehr hell in Eierschalenfarben und der Rücken zeigt ein goldenes Beige bei allen Farben. Der Bauch ist ohne Flecken. Die Handschuhe und Sporen in absolut reinem Weiß. An den Vorderpfoten kann es an der Zehenwurzel oder am Gelenk enden. An den Hinterbeinen läuft es an der Sohle zu einer Spitze aus.

Fell:
lang bis halblang je nach Körperteil. Sehr lang auf dem Rücken und an den Flanken. Seidige Textur, wenig Unterwolle. Im Gesicht sind die Haare kurz, länger werdend auf den Wangen, volle Halskrause. Fußballen analog Pointfarbe, sofern im farbigen Bereich liegend.

Sporen:
Die idealen weißen Sporen sollen zwischen der Hälfte und 2/3 der Entfernung zwischen den Fußballen und dem Gelenk der Hinterpfoten enden. Sie sollten das Gelenk nicht erreichen, auf keinen Fall sollen sie über das Gelenk hinausgehen. Wesentlich ist vor allen die Gleichmäßigkeit zwischen den Vorderpfoten und den beiden Hinterpfoten. Im Idealfall ist das Weiß auf allen vier Pfoten völlig gleichmäßig verteilt. Die Fußballen können rosa, analog der Pointfarbe oder beides sein.

Fehler:
zu starker Perser- oder Siamtyp.
Weiße Flecken in den Points oder an Brust und Bauch bedeuten Disqualifikation.

 

 

 

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